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Bürgerinformation
Gemeinde
Stephanskirchen
Das Gemeindewappen
Die offizielle Wappenbeschreibung lautet: „Geteilt von Grün und Silber; oben der wachsende heilige Stephan in silberner Kleidung
mit goldenem Nimbus, in der Linken ein rotes Messbuch mit drei gol denen Steinen haltend; unten ein grüner Nachen (sogenannte Mutze).“ Die Zweiteilung des Wappens erinnert daran, dass 1855 die ehema lige Gemeinde Hofleiten mit Ste phanskirchen vereinigt wurde. Die dominierende Farbe Grün unterstrei cht die vorwiegend landwirtschaft liche Struktur der Gemeinde. Erste Entwürfe für das Gemeindewappen lieferte der Heimatforscher Konrad Kießling. Die endgültige Fassung stammt von dem Münchner Künstler Emil Werz und wurde 1954 vom Baye rischen Innenministerium genehmigt.
Innenraum der Pfarrkirche Schloßberg, 1902
Um 1900 wurde schließlich die Ortschaft Schloßberg durch die Nähe zu Rosen heim zum größten Ort im Gemeindege biet. Kaufleute und Handwerker siedel ten sich an und 1904 wurde Schloßberg neben Stephanskirchen zu einer eigen ständigen Pfarrei erhoben. Im 19. Jahr hundert entstanden außerdem die In dustriesiedlungen Pulvermühle und Ziegelberg.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Flüchtlinge und Heimatver triebene in die Gemeinde. An der Stelle einer ehemaligen Wehrmachtskaserne aus dem Dritten Reich entstand in den Nachkriegsjahren die neue Siedlung Haidholzen, wo rund 2.000 Vertriebene eine neue Heimat fanden.
In den 1960erJahren wurden hier eine eigene katholische und eine evange lische Kirche errichtet. In den letzten Jahrzehnten erlebte die Gemeinde eine große Zuzugswelle und eine rege Bautätigkeit, die das Sied lungsbild stark veränderte. Heute domi nieren Vorortsiedlungen und Gewerbe bauten den westlichen Teil der Gemeinde. Hier ist der Einfluss der nahen
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Stadt Rosenheim sichtbar. Die hier ange siedelten Gewerbebetriebe, die über die 1977 fertig gestellte Umgehungsstraße mit der Stadt Rosenheim und dem Zu bringer zur Bundesautobahn München Salzburg verbunden sind, sorgen für zahlreiche Arbeitsplätze und hohes ge meindliches Steueraufkommen. Der Os ten der Gemeinde am Simsseeufer um Stephanskirchen und Baierbach ist noch weitgehend ländlich geprägt. Land schaftspflegemaßnahmen haben hier dazu beigetragen, ein reizvolles Naher holungsgebiet zu bewahren. Gleichzeitig haben sich viele Landwirte im östlichen Gemeindegebiet in einigen Initiativen zur Selbstvermarktung bäuerlicher Pro dukte zusammengeschlossen.
1978 wurde die Hauptschule in Ste phanskirchen neu errichtet und 2003 wurde in Schloßberg das neue Rathaus eröffnet.
Karl Mair, 2. Bürgermeister, Heimatpfleger
Haidholzen, um 1970
Geschichte & Ortschronik

