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Katholische Filialkirche Leonhardspfunzen
Geschichte des Ortes
Der Stephanskirchener Ortsteil Leon hardspfunzen liegt in einer geschichts trächtigen Region. Zahlreiche Funde aus
der Römerzeit im Bereich Dobler Graben und Mühlthal beweisen die lange Ge schichte der Umgebung des Dorfes. Auch der Namensteil „Pfunzen“ ist lateinisch und verweist auf eine Brücke aus der Römerzeit oder eine Fährverbindung über den Inn. Leonhardspfunzen selbst ist jedoch keine römische Siedlung, son dern eine Gründung aus dem 12. Jahr hundert, die zunächst Pfunzen heißt. Erst ab 1424 ist die Ortsbezeichnung „Leonhardspfunzen“ nachzuweisen.
Die Kirche St. Leonhard
Die Kirche wird erstmals 1416 urkund lich erwähnt, allerdings stammen Ge bäudeteile bereits aus dem 12. Jahrhun dert. Das bedeutet, dass schon mit der ersten Ansiedlung im 12. Jahrhundert eine Kirche entstanden ist. Seit 1436 gibt es die Leonhardiwallfahrt, ein Pfer deumritt, der heute noch jährlich Ende Oktober abgehalten wird.
Die Ursprünge des heutigen Kirchenbaus reichen bis in die Spätromanik zurück; die Langhausmauern stammen aus der Zeit vom Ende des 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts, der spätgotische Turm aus dem 15. Jahrhundert. Der Innenraum hat eine klare Raumgliederung. Es han delt sich um eine einschiffige Kirche mit kräftigen Wandpfeilern im Langhaus. Der Chorbogen lässt durch den Spitzbogen noch die gotische Kirche erahnen.
Die Kirche St. Leonhard beeindruckt die Besucher durch ihre barocke Innenge staltung, angelegt von Wolf Ganterer in den Jahren 1733 bis 1736. In der zwei ten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden
die Kanzel sowie der Hochaltar im Stil des Rokoko geschaffen. Bemerkenswert ist das Altarbild, das Maria und St. Leon hard zeigt, die vor Christus als Fürspre cher für Leonhardspfunzen auftreten.
Die Brunnenkapelle
in Bad Leonhardspfunzen
Die Barockkapelle wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut. Am Gewölbe sind zwei Fresken zu sehen, die die hl. Dreifaltigkeit sowie den hl. Leon hard als Viehpatron zeigen.
Außergewöhnlich ist die Gestaltung des Altars: ein Glasschrein mit einem Balda chinaufsatz sowie ein großes Altarge mälde, das Maria mit dem Kind und den hl. Leonhard auf einer Wolke zeigt.
Das Bild enthält auch eine Ansicht von Leonhardspfunzen und von der Darstel lung des Quellenwunders des hl. Leon hard. Geschaffen wurde dieses Werk 1760 vom Rosenheimer Maler Joseph Anton Höttinger.
Verwaltung:
Pfarrverband PruttingVogtareuth
Büro:
Katholisches Pfarramt St. Vitus Hauptstr. 6 83569 Zaisering Telefon08038/200 Telefax08038/909884 EMail:
stvitus.zaisering@ erzbistummuenchen.de Pfarrer: Guido Seidenberger
www.stephanskirchen.de 69
Bürgerinformation
Gemeinde
Stephanskirchen
Foto: Georg Loy (privat)
Foto: Georg Loy (privat)
Kirchen & Pfarrämter

