Page 46 - REBA Verlag Bürgerinformationen
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Bürgerinformation
Gemeinde
Stephanskirchen
Die Landlmühle mit Direktvermarktung
Landlmühle
Urkundlich wird die Landlmühle erstmals 1376 erwähnt. Seit 1869 befindet sie sich im Besitz der Familie Finsterwalder, die bis 1983 damit bis zu 30 t Mehl pro Tag vermahlen konnte. Zum Besitz gehörte eine Landwirtschaft, ein Säge werk und ein Lebensmittelladen. Heute ist sie ein Ort für nachhaltiges Wohnen und Arbeiten.
Der Bach „Sims“ liefert auch heute noch Energie für den Ort, ein 2002 erneuertes Wasserkraftwerk erzeugt saubere Energie für die Landlmühle und viele weitere Haushalte.
Auf dem Gelände verteilte alte Maschi nen, Mühlsteine, Findlinge und Ähnliches erzählen, mit kleinen Schildern versehen, die Geschichte des Ortes. Ein Ausflug dorthin zur kostenlosen Besichtigung lohnt sich ebenso wie ein Spaziergang entlang der Sims vorbei an den Weiden mit Schweinen, Hühnern und Pferden.
Die ehemalige Kunstmühle bietet heute viel Raum für verschiedenste Nutzungen und Aktivitäten. So haben z. B. die Betrei ber der Landlmühle, Maria und Rudolf Finsterwalder für ihr Architekturbüro „FinsterwalderArchitekten“ Räume in der Mühle ausgebaut.
44 www.stephanskirchen.de
Direktvermarktung: Biometzgerei
Stephanskirchener Biometzgerei
Auf den Weiden der Landlmühle ist zu dem auch die Haltung von Schweinen, Rindern, Schafen und Hühnern geplant. Die Tiere werden im Freien gehalten und wandern von Koppel zu Koppel, begleitet von ihren mobilen Ställen. Das Zusam menleben der Tiere gestaltet sich fried lich und zum gegenseitigen Nutzen. Was der eine nicht frisst, mag der andere gern.
Diese nachhaltige und wieder mit tradi tionellen Werten versehene Landwirt schaft mit direkter Vermarktung ermög licht die Schaffung einer kompletten regionalen Wertschöpfungskette mit einer zukunftsweisenden Erhaltung der Umwelt. K.L. Schweisfurth sagt es so: „Bauern, Metzger und Verbraucher, ver bündet Euch! Nehmt die WertSchöpfung in die eigene Hand! Bringt zusammen, was zusammen gehört mit der Rückkehr zum menschlichen Maß!
Neuestes Projekt auf dem Mühlenge- lände ist die Planung einer Biometzge- rei nach dem Konzept von Karl Ludwig Schweisfurth: In ihr wird künftig hochwertigstes Fleisch von Weidetie- ren aus der Region angeboten. Wie früher bei der Hausschlachtung wird das Fleisch mit der bewährten Warm- fleisch-Technologie schlachtwarm verarbeitet. Dadurch kann auf viele Zusatzstoffe der industriellen Fleisch- produktion verzichtet werden. - Das Sortiment reicht dabei von hochwer- tigem Fleisch und Würsten im Laden bis zum frischen Leberkäse oder Schweinebraten im Bistro. – Der Be- trieb mit Mittagstisch und Biergarten soll Mitte 2015 eröffnet werden und ist als Verbraucher-Erzeuger-Genos- senschaft geplant. Interessierte kön- nen Anteile zeichnen und so ihr Geld in ein ökologisches Projekt investieren.
Direktvermarktung & Landwirtschaft

