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Energiewende und Klimaschutz in Stephanskirchen
Die Basisdaten für die Projektgruppe „Energie und Klima“ lieferte ein externes Fachbüro. Dieses erstellte für die Ge meinde Stephanskirchen energiefach liche Untersuchungen sowie eine Ana lyse des momentanen Energieverbrauchs und zeigte die Potenziale für Energieein sparung, Effizienzsteigerung und Ausbau erneuerbarer Energien auf.
Zahlreiche Workshops, Infoabende und sogar eine eigene Klimaschutzkonferenz wurden schließlich zwischen März 2012 und November 2013 abgehalten, um alle nötigen Informationen und Ziele für die angestrebte Energiewende in Stephans kirchen zusammenzustellen. Das Ergeb
„Klimaschutzmanagerin“ Karin Gall bei der Überreichung Ihres Ausbildungszertifikats als „kommunale Energiewirtin (BVS).
nis war ein 198seitiges „integriertes Klimaschutzkonzept“ für unsere Ge meinde mit detaillierten Arbeitsschritten für die kommenden Jahre. Interessierte Bürger können das Konzept auf unserer Homepage www.stephanskirchen.de einsehen oder als DownloadDatei abru fen.
In folgenden klimarelevanten Hand lungsfeldern arbeiten wir langfristig weiter: ❚ Energetische Sanierung im öffentli
chen und privaten Bestand ❚ Erneuerbare Energien: Biomasse,
oberflächennahe Geothermie und
KWK ❚ Unternehmen: Regionale Wirtschaft
und regionale Produkte; Energieein sparung, Effizienzsteigerung und er neuerbare Energien
❚ Bewusstseinsbildung, Verbraucher und Mobilitätsverhalten
❚ Klimaschutzmanagement und Finan zierung
Der entwickelte Klimaschutz-Akti- onsplan mit den unterschiedlichsten Maßnahmen wird in den nächsten Jahren nach einem fest definierten Zeitplan konsequent verwirklicht. Hierfür hat die Gemeinde Stephans- kirchen seit September 2014 eine eigene vom Bundesministerium ge- förderte und fachlich ausgebildete „Klimaschutzmanagerin“ eingesetzt, die das Projekt Energiewende in Ste- phanskirchen vorantreibt.
Der Gemeinderat von Stephanskir- chen reagierte im Herbst 2011 auf den Nuklearunfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima mit ei- ner Weichenstellung in punkto En- ergie: Es wurde beschlossen, die bundespolitische Entscheidung eines schrittweisen Atomausstiegs zu unterstützen und mittelfristig die Energieversorgung in der Ge- meinde auf erneuerbare Energien umzustellen.
Im Februar 2012 befürwortete der Gemeinderat schließlich ein eige- nes Energie- und Klimaschutzkon- zept für Stephanskirchen. Dieses wurde im Verlauf vieler Monate entwickelt. Das umfangreiche Ar- beitspapier entstand in einer inten- siven Teamarbeit unter Mitwirkung zahlreicher engagierter Stephans- kirchener Bürger, Gemeinderat und Rathausverwaltung.
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